Katholisches Bildungswerk (kbw)

Das Katholische Bildungswerk Krems ist Teil des KBW der Diözese St.Pölten (www.kbw-bildung.at) und besteht aus VertreterInnen der Kremser Pfarren, die mit Unterstützung der Diözesanstelle ein  eigenverantwortliches Bildungsprogramm gestalten.

Das Ziel ist die  Erwachsenenbildung, wobei die  Verzahnung von globalen Entwicklungen und lokalen Herausforderungen ein besonderes Anliegen ist.
Vorurteilsfreie Auseinandersetzung mit verschiedenen Weltbildern und Spielarten von Solidarität ist das Anliegen der lokalen Bildungswerke, die Räume für Begegnungen ermöglichen, um Eigenes zu verstehen,  Fremdes zu entdecken und Gemeinsames zu gestalten.

Hoffnungen, Ängste und Ressourcen der Menschen werden ernst genommen und die TeilnehmerInnen an unseren Veranstaltungen werden ermuntert, gesellschaftspolitische Verantwortung aus dem Geist der katholischen Soziallehre zu übernehmen, um eine solidarische Gesellschaft zu schaffen.

Wir sind nicht auf Erden, um ein Museum zu hüten, sondern einen Garten zu pflegen, der von blühendem Leben strotzt und für eine schöne Zukunft bestimmt ist. (Papst Johannes XXIII.)

Katholisches Bildungswerk Krems

Das Team des KBW Krems:

  • Maria Mayer-Schwingenschlögl (Krems St.Veit, Koordination, Kontakt zur Diözesanstelle)
  • Martin Etzel (Krems St. Paul, Kassier)
  • Hermine Etzel (Krems St. Paul)
  • Werner Friedl (Krems-Stein, Öffentlichkeitsarbeit)
  • Friedl Kaltenbrunner (Krems St. Veit)
  • Gerlinde Hämmerle (Krems St. Veit)
  • Eva Boden (Krems-Lerchenfeld)
  • Alexandra Lindner (Krems Stein)

Kontakt:

Wir freuen uns über Anregungen konstruktive Kritik und Mithilfe.

 

Paul Michael Zulehner: Zwischen Ärger und Zuversicht – Die vielen Flüchtlinge machen uns besorgt

Mittwoch, 15. März 2017, 19 Uhr
Krems St.Veit, Pfarrplatz 5, 3500 Krems

140.000 schutzsuchende Menschen sind inzwischen in Österreich angekommen. Viele haben schon Asyl bekommen oder werden es noch erhalten. Es ist eine historische Herausforderung für Europa und darin unser Land, sie in unser gesellschaftliches Leben zu integrieren. Viele haben Angst, dass wir das nicht schaffen. Oder doch?

Welche Einstellungen und Haltungen gehen mit der jeweiligen Gefühlslage einher? Es zeigt sich, dass Ärger mit Abwehr, Zuversicht mit Einsatz einhergeht. Die einen helfen, die anderen hetzen.

Wie können Menschen in ein und derselben „Realität“ zu solch unterschiedlichen Gefühlslagen kommen? Es sind vielfältige Ängste, die dabei eine Rolle spielen. Angst prägt unsere Gesellschaft. Wir sind eine Culture of Fear geworden (Frank Furedi, Dominique Moisi, Heinz Bude). Diese Angst aber entsolidarisiert. Und das in einer Zeit, in der es um des Friedens und Zusammenhalts willen ein hohes Maß an belastbarer Solidarität braucht.

Welche Wege aber gibt es aus der Angst? Eines ist sicher: der moralische Appell hilft nicht. Schon eher eine entängstigende Politik, eine breite politische und interreligiöse Bildung, eine Kultur der Begegnung. Vielleicht gelingt es, aus dem Gefühlslager des Ärgers und der Abwehr einige „herauszulieben“ in Richtung rationaler Besorgnis, die zu einer Politik führt, in der Gesinnung und Verantwortung einander befruchten.

Manche meinen, man müsse das christliche Abendland retten. Ich halte dagegen: „Rettet das Christliche im Abendland!“

Eintritt 10€, für Jugendliche frei