Orthodoxer Bischof war zu Gast in Krems

Es war wohl das erste Mal, dass ein orthodoxer Bischof in Krems einer religiösen Feier vorstand. Bischof Arsenios, Metropolit von Austria und Exarch von Ungarn, der dazu meinte „Ich bin noch ein Stückchen Monarchie“ – besuchte auf Einladung des katholischen Bildungswerks am den 19. September 2017 Krems. Zunächst stand er der Feier der orthodoxen Vesper vor, welche in der gut gefüllten Bürgerspitalkirche von den rumänischen Priestern Catalin Soares und Rasvan Gasca, sowie Erzdiakon Athanasius zelebriert wurde. Die deutschen, griechischen und rumänischen Gebete und byzantinischen Gesängen vorgetragen von den Religionslehrern Cezar Marksteiner-Ungureanu und Cristian Popa, die in Kremser Schulen und Gymnasien christlich-orthodoxe Religion unterrichten, schuf eine mystische Stimmung.

Nach einer kurzen Begrüßung von Dr. Maria Mayer-Schwingenschlögl vom katholischen Bildungswerk hielt der Metropolit einen Vortrag zum Thema „Die Orthodoxe Kirche in der Praxis, in der Kunst, im Gespräch“. Er führte die überwiegend katholischen Zuhörer hierbei in die Orthodoxe Spiritualität ein, wobei er einen besonderen Schwerpunkt auf die drei Bereiche „Umkehr (Metanoia) als geistige Grundhaltung“, „Die Göttliche Liturgie“ und „Kunst als Ausdruck der Heiligkeit“ legte. Nach dem Vortrag hatten die Anwesenden die Gelegenheit, Fragen zum Vortrag und zur Orthodoxie im Allgemeinen zu stellen und mit dem Metropoliten, den Priestern und miteinander ins Gespräch zu kommen, sowie die von Vater Razvan Gasca gemalten und zur Verschönerung des Gottesdienstes mitgebrachten Ikonen zu bewundern.

Metropolit Arsenios dankte dem katholischen Bildungswerk, sowie Herrn Mag. Cezar Marksteiner-Ungureanu für die Einladung und Organisation des Abends, welche es den Kremsern ermöglicht hatte, einen Einblick in die Orthodoxie zu erhalten. Nur durch solcherlei persönliche Begegnungen und gegenseitiges Kennenlernen könne der Ökumenische Dialog vorangebracht werden. Er dankte auch dem Pfarrer der Bürgerspitalkirche, Pfarrer Mag. Franz Richter für die Gastfreundschaft und überreichte ihm eine kleine Ikone als Erinnerung an den Besuch.

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