Taufe

TaufkerzeDie heilige Taufe ist Ursprung des christlichen Lebens und befreit den Menschen von der Erbsünde. Zugleich wird er dadurch als Kind Gottes in die Kirche aufgenommen.

Formalitäten zur Taufe

Anmeldung zur Taufe in der Pfarrkanzlei:
Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag 9:00 -11:30 Uhr,
Telefon: 02732/832 85
E-Mail: pfarrkanzlei@domderwachau.at

Wollen Sie Ihr Kind einer anderen Pfarre taufen lassen wollen, benötigen Sie eine Tauferlaubnis der Wohnpfarre.

Kind * Geburtsurkunde
* Meldezettel
Eltern * Geburtsurkunden
* neue Taufscheine
* wenn Sie verheiratet sind: Trauungsschein (Pfarre)
* Heiratsurkunde (Standesamt)
Taufpate/Taufpatin  neuer Taufschein mit Firmungsvermerk

Taufpatin/Taufpate

Mit dem Patenamt übernehmen Sie einen wichtigen Dienst in der Kirche, weil Sie als Pate oder Patin die lebenslange Aufgabe übernehmen, Ihr Taufkind im Glauben zu begleiten.

Insofern sind folgende Bedingungen für das Patenamt zu erfüllen:

  • Mindestalter: 16 Jahre
  • Katholisch, gefirmt, nicht aus der Kirche ausgetreten
  • Nichtkatholiken (z.B.: evangelische, orthodoxe, altkatholische Christen) können jedoch als „Taufzeugen“ fungieren.

Taufgespräch

Vor der Taufe ist ein Taufgespräch mit dem Taufspender erforderlich, das in der Pfarrkanzlei, in der Wohnung der Eltern bzw. des Paten oder der Patin stattfinden kann.

Der Taufspender (Priester, Diakon) erläutert dabei den Eltern und Paten die Bedeutung des Sakraments und bespricht mit Ihnen die Gestaltung der Tauffeier.

Was Sie sonst noch zur Taufe benötigen:

Taufkerze (Eltern bzw. Paten besorgen)
Taufbrief, …

Für die Taufe von Erwachsenen erhalten Sie nähere Informationen in der Pfarrkanzlei oder bei der Pastoralassistentin.

Der Ablauf der Kindertaufe

Teil 1: Empfang vor der Kirche:
Die Eltern stellen ihr Kind mit Namen vor und bitten um die Taufe; sie erklären sich bereit, das Kind im Glauben und Lieben zu begleiten. Dann wird das Kind in die Kirche getragen. Es wird durch die Taufe Teil der Kirche – Teil der Gemeinschaft der Getauften.

Teil 2: Wortgottesdienst:

Lesung aus der Bibel: Gott kommt quasi selbst zu Wort.
Bezeichnung mit dem Kreuzzeichen: Taufspender, Eltern, Paten, Angehörige und Gemeindemitglieder „segnen“ das Kind.
Anrufung der Heiligen: Im Biblischen Sinn sind alle Menschen, die zu Gott gehören, „heilig“. In diese große Gemeinschaft der „Heiligen“, eine Gemeinschaft die über den Tod hinausreicht, wird das Kind aufgenommen. Es wird es sozusagen „willkommen geheißen“.
Fürbitten: In verschiedensten Bitten wird Gott für das Kind, seine Eltern und andere Menschen gebeten.

Teil 3: Spendung der Taufe:
Taufwasserweihe: Wasser ist ein Zeichen von Leben und Reinigung. Dem Kind wird dadurch zum Ausdruck gebracht, dass ihm Gott die Fülle des Lebens schenkt, ein Leben, das nicht mehr „totzukriegen“ ist. Der ewige Tod und die Sünde werden ein für alle Mal abgewaschen. Dafür wird frisches Wasser vorbereitet und gesegnet.

Absage und Glaubensbekenntnis: Noch kann das Kind keine Entscheidung treffen, aber es wird in die Lebensweise seiner Eltern hineinwachsen. Daher erklären hier Eltern, Pate/in und die anwesende Pfarrgemeinde, dass sie dem Bösen eine Absage erteilen („Ich/Wir widersage/n!“) und bekennen, dass sie in ihrem Leben Gott vertrauen („Ich/Wir glaube/n!“).
„Ich glaube“ bedeutet in diesem Fall nicht „für wahr halten“, sondern deutet an, dass man Gott vertraut.

Spendung der Taufe: Grundidee: der Täufling wird drei mal unter Wasser getaucht. Im Regelfall wird dies durch ein dreimaliges Übergießen mit Wasser ersetzt, wozu der Taufspender folgendes spricht:
N. (Vornamen), Ich taufe dich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes! – Amen!
Die Taufe bedeutet, von Gott als Kind angenommen zu sein, mit neuem, ewigen Leben beschenkt zu sein, gebadet in der Liebe Gottes und Ihm für’s Leben anvertraut – unwiderruflich!

Deutende Riten:
Mit drei Symbolen soll das, was den Kindern in der Taufe geschenkt wird, deutlich werden:

Salbung mit Chrisam
Ein frisch gebadetes Kind wird eingecremt – es soll gesund bleiben. Bei Wunden, Unreinheiten oder ähnlichem verwendet man Cremen, Öle oder Salben. In früheren Zeiten wurden die wichtigsten Leute für Ihre Ämter (Priester, Propheten, Könige) „gesalbt“. Auch Jesus war ein Gesalbter, denn Christos ist griechisch und bedeutet der Gesalbte.
Getaufte werden gesalbt. Ihnen ist Heil und Leben von Gott garantiert, sie sind vor Gott so bedeutend, wie jeglicher Prophet oder König, gehören für immer zu diesem „Gesalbten“ Jesus Christus.

Das weiße Taufkleid
Dem Neugetauften wird das Taufkleid überreicht. Das weiße Kleid ist Zeichen der Freude, der Reinheit, des Lebens und der Unschuld. Wenn sich auch im Laufe des Lebens so mancher „Fleck“ abzeichnen wird, ändert das nichts daran, dass die Grundfarbe des Herzens vor Gott für immer weiß, hell und strahlend bleibt.

Die Taufkerze
Die brennende Osterkerze ist Symbol für den auferstandenen Jesus Christus, der das Dunkel der Welt und auch des persönlichen Lebens hell macht. Das Kind – beziehungsweise dessen Pate(n) – erhält nun seine kleine Osterkerze: Christus hat ihm in der Taufe Auferstehung und Leben geschenkt!

4. Teil – Abschluss der Tauffeier
Beten des Vater unser: Gemeinsam mit dem und für das Kind dürfen wir uns als Kinder Gottes bekennen und beten.
Abschließend werden Eltern und Paten gesegnet.