„Suppensonntag“ am 12. und 19.3.2017

Frauensolidarität beim Suppenessen

Es gibt Aktionen, bei denen alle etwas davon haben. Dazu gehört der Familienfasttag der katholischen Frauenbewegung. In der Fastenzeit werden in vielen Pfarren Suppen angeboten, um mit den Spenden Frauenprojekte in Ländern des Südens zu unterstützen. Frauen haben Spaß beim Kochen und lernen voneinander Rezepte. Das gemeinsame Essen der köstlichen Suppen stärkt die Pfarrgemeinde und spart das Mittagessen zu Hause. Und mit dem gesammelten Geld wird die Ausbildung von Frauen unterstützt, damit sie auf eigenen Füßen stehen können und ihre Familie ernähren. Bei der heurigen Aktion werden vor allem Projekte aus Nepal unterstützt, über die Gertie Täubler, Referentin aus der Erzdiözese Wien bei den Vorbereitungstreffen berichtet hatte.

Die Suppen werden jeweils nach den Sonntagmessen in den Pfarrhöfen angeboten
In Krems – St. Veit, Furth, Lerchenfeld und Mühldorf-Niederranna am 12.3.2017, in den Pfarren Krems St.Paul, Langenlois und Weißenkirchen am Sonntag der Pfarrgemeinderatswahl, am 19.3.2017. In Krems St.Veit gibt es Suppen zum Mitnehmen in wiederverwendbaren Glasbehältern.

Paul Michael Zulehner: Zwischen Ärger und Zuversicht – Die vielen Flüchtlinge machen uns besorgt

Mittwoch, 15. März 2017, 19 Uhr
Krems St.Veit, Pfarrplatz 5, 3500 Krems

140.000 schutzsuchende Menschen sind inzwischen in Österreich angekommen. Viele haben schon Asyl bekommen oder werden es noch erhalten. Es ist eine historische Herausforderung für Europa und darin unser Land, sie in unser gesellschaftliches Leben zu integrieren. Viele haben Angst, dass wir das nicht schaffen. Oder doch?

Welche Einstellungen und Haltungen gehen mit der jeweiligen Gefühlslage einher? Es zeigt sich, dass Ärger mit Abwehr, Zuversicht mit Einsatz einhergeht. Die einen helfen, die anderen hetzen.

Wie können Menschen in ein und derselben „Realität“ zu solch unterschiedlichen Gefühlslagen kommen? Es sind vielfältige Ängste, die dabei eine Rolle spielen. Angst prägt unsere Gesellschaft. Wir sind eine Culture of Fear geworden (Frank Furedi, Dominique Moisi, Heinz Bude). Diese Angst aber entsolidarisiert. Und das in einer Zeit, in der es um des Friedens und Zusammenhalts willen ein hohes Maß an belastbarer Solidarität braucht.

Welche Wege aber gibt es aus der Angst? Eines ist sicher: der moralische Appell hilft nicht. Schon eher eine entängstigende Politik, eine breite politische und interreligiöse Bildung, eine Kultur der Begegnung. Vielleicht gelingt es, aus dem Gefühlslager des Ärgers und der Abwehr einige „herauszulieben“ in Richtung rationaler Besorgnis, die zu einer Politik führt, in der Gesinnung und Verantwortung einander befruchten.

Manche meinen, man müsse das christliche Abendland retten. Ich halte dagegen: „Rettet das Christliche im Abendland!“

Eintritt 10€, für Jugendliche frei