2000 Jahre Kirchengeschichte zeugen vom Wandel kirchlicher Strukturen. In Zeiten des Wachstums ist es selbst-verständlich, neue Strukturen zu errichten. In der jetzigen Situation, in der Priester, Mitarbeiter*innen, Ressourcen und auch praktizierende Christ*innen weniger werden, gilt es Kräfte zu bündeln, Synergien zu nützen, über den Tellerrand der eigenen Pfarre zu schauen und mit anderen zusammenzuarbeiten.
In den letzten Jahren und Jahrzehnten entstanden in vielen Diözesen größere pastorale Einheiten – in der Diözese St. Pölten sogenannte Pfarrverbände. Künftig werden die Pfarren Krems-St. Paul, Krems-St. Veit, Egelsee, Stein, der Seelsorge-sprengel Rehberg-Mühldorf und der Ortsteil Gneixendorf einen Pfarrverband bilden, der ab 1. September 2026 von Pfarrer Franz Richter geleitet werden wird, der von einem Pastoralen Team aus Priestern, Diakonen, Pastoral-assistent*innen und Pfarr-sekretärinnen unterstützt wird.
Der Entwicklungsprozess des Pfarrverbandes dauert ungefähr ein Jahr. Gemeinsam mit dem pastoralen Team und den Vertreter*innen der einzelnen Pfarrgemeinderäte werden die Grundlagen der künftigen Zusammenarbeit in der neuen pastoralen Einheit erarbeitet werden. Regionalbegleiterin MMag. Barbara Mayr wird seitens der Diözese diesen Prozess begleiten, Pastoralcoach Mag. Marietheres Dietzschold-Bojakovsky wird im Laufe des Prozesses die Entwicklung pastoraler Schwerpunkte unterstützen. Am Ende dieser Entwicklung wird der Pfarrverband per Dekret errichtet und in einer gemeinsamen Feier liturgisch eröffnet werden.
Der Weg zur Errichtung des Pfarrverbandes ist nun begonnen. Gemeinsam gilt es, sich den Herausforderungen zu stellen und Chancen für Neuaufbrüche zu entdecken. Kommunikation, Kompromissbereitschaft, Flexi-bilität und das Einlassen auf die neue Situation sind wichtige Schritte für das Miteinander auf dem Weg in den Pfarrverband. Wir danken allen Christinnen und Christen für ihre Bereitschaft, diesen Weg gemeinsam zu gehen.
Das Pastoralteam der Kremser Pfarren mit Generalvikar Christoph Weiss, Dechant H. Batholomäus Freitag und Regionalbegleiterin Barbara Mayr.
Schon zum zweiten Mal traten Ministranten aus St. Veit und Stein gemeinsam zum diözesanen Fußballturnier ,,Fair Kick" an und wieder dürfen wir uns über den Sieg unserer Fußballer freuen. Erfolgstrainer Franz Richter ist zu Recht stolz auf seine Mannschaft.



Nach einem Gottesdienst die Gemeinschaft weiter leben zu lassen, ermöglicht das Pfarrcafé.
Die Anfänge reichen bis in das Jahr 1997 zurück, als Inge Malat nach der Schließung des Cafés im Fellnerhof anbot, ihre Ausstattung der Pfarre zu überlassen. Und so kann noch immer aus den Lilien Porzellan – Tassen heiße Schokolade getrunken und Kaffee und selbstgebackene Kuchen verkostet werden.
Auch Mitglieder des ersten Teams sind noch tätig, doch Gerti Göls hat als Koordinatorin ihren Dienst nach 30 Jahren in jüngere Hände übergeben. Gabi Wolf wird in Zukunft als „Chefin vom Dienst“ fungieren.
Ein großer Dank an Gerti Göls und auch an alle Mitglieder unsere Pfarre, die uns an Sonntagvormittagen bewirten und sich über Besuch freuen – von 9 bis 12 Uhr im Pfarrhof!

Am Festtag ,,Peter & Paul", dem 29. Juni 2025, feierte Pfarrer Franz Richter das 40. Jubiläum seiner Priesterweihe. Der Pfarrgemeinderat, die Domfreunde, das Pfarrteam und die Ministranten stellten sich neben zahlreichen Weggefährten, Freunden und Pfarrangehörigen mit Gratulationen ein.
Die Fotos und den Bericht in der NÖN finden Sie hier.
Dr. Erika Schuster ist am 28. Oktober im 85. Lebensjahr gestorben. Ihr unermüdliches Wirken ihres arbeitsreichen Lebens und Schaffens in unserer Pfarre lässt sich nur schwer in Zeilen zwingen. Und dennoch – wir wollen uns voll Dankbarkeit an sie erinnern.
Liebe Erika!
Erhard Busek war einer deiner zahlreichen Freunde. In deinem Wohnzimmer trafen einander „Gott und die Welt“. Während deines Studiums (Deutsch, Philologie und Geschichte) hast du bereits unterrichtet. Den Lehrberuf übtest du zwar 22 Jahre am Mary-Ward-Gymnasium aus, aber Erwachsenenbildung war deine Berufung. Du hast die katholische Erwachsenenbildung als Leiterin des Literarischen Forums in Wien und als Präsidentin der Europäischen Föderati-on der Katholischen Erwachsenenbildung wesentlich geprägt. Und du hast immer ein bisschen mehr gemacht, als von dir erwartet wurde.
Richtig spürbar war deine Freude über Erlebtes, wenn du von deinen Reisen erzählt hast. Zu Fuß von West-Berlin nach Ostberlin? Eine Woche lang und jeden Tag – und mit der (verbote-nen) Bibel in der Tasche des Mantels, den du über den Arm getragen hast. Durch die Wüste mit Helmut Buchegger, um Fahrzeuge für MIVA nach Zentralafrika zu bringen. Natürlich warst du dabei. Und weil es dir Südtirol immer angetan hatte, hast du eben auch mit einer Freundesgruppe den Ortler bezwungen.
In der Literatur warst du zu Hause. Über Bücher mit dir zu reden, war erhellend. Bis zum Ende deines Lebens hast du Bücher gelesen, und dich darüber ausgetauscht. Nur wenige Tage bevor du ins Krankenhaus eingeliefert worden bist, hast du noch eine Literaturrunde besucht.
Kann „frau“ übermenschliches leisten? Ja. Nach deiner schweren Krankheit vor zwei Jahren kämpftest du dich langsam, Schritt für Schritt in das Leben zurück. Du hast dich dafür entschieden, den Alltag wieder selbstständig zu meistern. Natürlich mit Unterstützung. Aber Kochen und Bügeln und selbstbestimmt leben. Ja, das ging. Nichts konnte dir die Zuversicht rauben. Ein Rückschritt war höchstens „Anlauf nehmen“. Obwohl es dir schwerfiel, deine reduzierte Mobilität zu ak-zeptieren, war doch dein Credo: „Es ist, was es ist, und wir machen das Beste daraus.“ Über dein Schicksal gejammert hast du nie.
An der Neugründung des Kirchenchores von St. Veit (Chorus Musica Sacra) 1969 warst du ebenfalls beteiligt. Denn „Musik“ war irgendwie dein zweiter Vorname. Immer wieder kam es vor, dass wir zusammen musikalischen Klängen von Ö1 lauschten. Einfach den Alltag unter-brechen und den Augenblick genießen. Das war eine deiner unzähligen Lehren, die du mir geschenkt hast.
Erika, ich danke dir für die vielen ehrlichen, wertvollen, lehrreichen, wegweisenden, inspirie-renden, humorvollen, weisen, ernsten und auch strengen Gespräche.
Liebe Erika, sei im Licht!
(Gudrun Kalchhauser)